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Oder er denkt an die große Geschichte, die sich mit dem Fluß verbindet, Zeugnisse menschlichen Schaffens, wie die Dome der alten Reichstädte Köln, Mainz, Straßburg, Worms und Speyer, aber auch des ebenso großen menschlichen Zerstörungsdrangs, an Kriege und Leid. Wohl kein anderer Fluß Europas ist mit so viel Klischees und soviel Symbolik beladen worden wie der Rhein. Symbol nationaler Niederlage und Größe Frankreichs und Deutschlands, von den spanischen Erbfolgekriegen über Napoleon, der Rheinüberschreitung Blüchers in den Befreiungskriegen, bis zum Zweiten Weltkrieg. Aber er war auch immer etwas was die Menschen verbindet, Handelstraße und Lebensgrundlage Einst lachsreichster Fluß Europas, nun ohne Lachse aber Großschiffahrts- und Energiestraße, Haupthandelsroute zur Nordsee. Längst ist er gebändigt, in sein Bett gepfercht und sein Wasser, treibt aufgestaut die Turbinen an. Den letzten Schlag erhielt der Rhein, als in den 50er Jahren, Frankreich, den Artikel 358 des Versailler Vertrages in die Tat umsetzte und den Rhein auf französisches Gebiet in den „Grand Canal d'Alsace" umleitete. Dem alten Rhein blieb nur eine kümmerliche Restwassermenge, die eine Befahrung von Basel bis Iffezheim mühselig macht. Es sind anscheinend nicht nur die Menschen, die durch Kriege verlieren...........
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